Verbände fordern starkes finanzielles Bekenntnis für die Schiene

Zum Start der Beratungen zum Bundeshaushalt 2023 fordern der Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) und die Allianz pro Schiene ein deutlich stärkeres finanzielles Bekenntnis von der Regierung für die Schiene.

Die aktuelle Investitionslinie bleibt deutlich hinter den Erwartungen und den Notwendigkeiten des Sektors zurück. Wer Klimaschutz will, muss mehr in grüne Mobilität investieren“, kommentierte VDB-Präsident Andre Rodenbeck. Laut Regierungsentwurf sollen die Investitionen in das Bahnnetz 2023 nur punktuell leicht steigen. „Dass im kommenden Jahr zusätzlich 500 Mio. EUR für die Schiene bereitgestellt werden sollen, ist ein sehr positives Signal“, sagt der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege. „Allerdings reicht das geplante Budget bei weitem nicht aus, der Rückstau bei Investitionen in die Schieneninfrastruktur ist einfach zu groß – dazu kommen die Baupreissteigerungen.“ Die Verbände fordern eine deutlich konsequentere Umsetzung der im Koalitionsvertrag 2021 gesetzten Ziele. Allein für Aus- und Neubauprojekte brauche es rasch einen Finanzierungshochlauf auf mindestens 3 Mrd. EUR. Auch die Regionalisierungsmittel müssten noch dieses Jahr deutlich steigen, so die Verbände. (cm)

Politik
Artikel Redaktion Eurailpress
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