Wettbewerbsbahnen: „Bund lässt uns im Stich“

Die Wettbewerbsbahnen des Güter- wie des Personenverkehrs (hier Abellio) fühlen sich vom Bund in Stich gelassen; Foto: C. Müller
NEE-Vorstandsvorsitzender Ludolf Kerkeling wies darauf hin, dass eine Regelung ausschließlich mit der DB „die Hälfte des Marktes im Schienengüterverkehr und 40 Prozent des Nahverkehrs auf der Schiene in Deutschland ausschließt zugunsten eines Unternehmens, das seine Umsätze bei weitem nicht nur in Deutschland generiert. Das wird dem Verkehrsträger Schiene in Deutschland und dem fairen Wettbewerb schweren Schaden zufügen.“ Mofair-Geschäftsführer Matthias Stoffregen sieht eine Zwei-Klassen-Gesellschaft der Eisenbahner: „Während die Beschäftigten der DB Kündigungsschutz zugesagt bekommen, werden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Krise alleine gelassen.“ Beide Verbände kündigten als Reaktion an, die EU-Kommission einzuschalten und die Einhaltung der aktuellen Beihilferichtlinien einzufordern. (cm)