Bundesverwaltungsgericht: ÖBB-Vergabe für Dosto-Triebwagen aufgehoben

Das Bundesverwaltungsgericht hat laut der Tageszeitung Der Standard die Auftragsvergabe der ÖBB für die neuen Doppelstock-Triebwagen an Stadler aufgehoben.

Die Vergabe war von Alstom beeinsprucht worden, weil das Angebot von Alstom/Bombardier (Alstom Transport Austria) wegen der Lieferverzögerungen bei den Talent 3 Triebwagen ausgeschieden war. Das wurde vom Gericht jedoch nicht als Aufhebungsgrund angesehen. Vielmehr stellte der Richter am 10.09.2021 fest, dass das Angebot von Stadler mit einer falschen elektronischen Signatur versehen war, die zwar in der Schweiz, jedoch nicht in der EU gültig war. Die ÖBB müssen jetzt jedenfalls eine neue Ausschreibung durchführen. Damit wird aber der geplante Einsatz der ersten Garnituren ab 2024 unrealistisch. Ab diesem Zeitpunkt soll es zu Verkehrsausweitungen in der Ostregion kommen, die jetzt infrage gestellt sind. (er/cm)

Recht
Artikel Redaktion Eurailpress
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