Recht

Estland: Edelaraudtee verklagt den Staat

Der mehrheitlich dem estnischen Geschäftsmann Marcel Vichmann gehörende private estnische Personenbahnbetreiber Edelaraudtee klagt in zwei Fällen gegen den Staat. Zum einen werden Verluste in Höhe von bis zu 5 Mio. EUR befürchtet, nachdem der Staat vorzeitig seinen Vertrag für die Beförderung von Passagieren auf vier Fernstrecken beendet hat.

Zum anderen will Edelaraudtee die Entscheidung anfechten, den Betrieb dieser Linien dem staatlichen Unternehmen Elektriraudtee zu übertragen, das bislang nur als Betreiber von Nahverkehrszügen rund um Tallinn aktiv ist. Der Betrieb auf der stark genutzten Strecke Tartu - Tallinn soll ab dem 01.01.2014 von Elektriraudtee durchgeführt werden. Zur Begründung verwies das estnische Verkehrsministerium auf die angespannte wirtschaftliche Lage bei Edelaraudtee, der es außerdem versäumt habe, rechtzeitig seinen Fuhrpark zu modernisieren. Elektriraudtee verfügt inzwischen über erste neue Züge des Schweizer Herstellers Stadler und ist dabei, sein rollendes Material weiter schrittweise zu modernisieren. (nov-ost.info/ri)

Artikel Redaktion Eurailpress
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