Île-de-France: Alstom beklagt Vergabe der MI20-Züge an Bombardier/CAF

Für die Linie RER B wollte der Verkehrsverbund Île-de-France Mobilités (IDFM) bzw. der Betreiber RATP noch vor Jahresende die Bestellung der 146 neuen Züge MI20 vornehmen.

Gewinner der Ausschreibung ist ein Konsortium aus Bombardier Transportion und CAF, einziger Mitbewerber ist Alstom. Der Auftragswert liegt bei 2,5 Mrd. EUR. Alstom hat Beschwerde eingelegt, der in der zweiten Instanz vom Pariser Gerichtshof (Tribunal Judiciaire de Paris) am 17.12.2020 recht gegeben wurde. Laut Gericht durfte die RATP bestimmte Parameter für die Bewertung des Preiskriteriums während des Verfahrens nicht ändern. Laut RATP (und SNCF) mussten wegen der Corona-Krise bei einem „äußerst marginalen Anteil des Auftrags“ aber Änderungen vorgenommen werden, die alle Kandidaten betraf. RATP und SNCF werden beim Kassationshof (Cour de cassation) Berufung einlegen. Die RATP hat das Verfahren wieder eröffnet und die Bieter aufgefordert, bis „Anfang Januar“ die überarbeiteten Angebote einzureichen. (wkz/cm)

Recht
Artikel Redaktion Eurailpress
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