Italien: Anklage gegen fünf Personen wegen Güterzugunfall

Am 06.06.2012 entgleiste in Brixen ein Güterzug, weil sich eine Radscheibe von der Welle gelöst hat.

Nun hat die Staatsanwaltschaft Bozen Anklage gegen fünf Personen erhoben. Angeklagt sind drei Verantwortliche der Gesellschaft ÖBB Technischer Service, der Geschäftsführer der slowakisch-polnische Firma Zos Trnava und deren Verantwortlicher für die Instandhaltung von Güterwagen. Das Gutachten ergab, dass sich die Räder des ersten Waggons deshalb von der Welle gelöst haben, weil die Aufpressung nicht mit dem notwendigen Druck erfolgt ist. Die sei Folge eines Instandhaltungsfehlers der ZOS. Aus den beschlagnahmten Instandhaltungsblättern geht hervor, dass ZOS sich nicht an vorgeschriebene technische Normen hielt. Dies hat unabhängig auch die ÖBB, deren Waggon betroffen war, herausgefunden. Nun beschuldigen sich beide Parteien gegenseitig, für den Unfall verantwortlich zu sein. Die zivilrechtliche Fragen sind zudem noch ungeklärt, hier ist auch der Traktionär RTC (Rail Traction Company) mit involviert. (cm)

Recht
Artikel Redaktion Eurailpress
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