Italien: Weichenwartung mögliche Ursache für Entgleisung des Frecciarossa

Die Staatsanwaltschaft bezieht im Zuge der Ermittlungen zur Ursache der Entgleisung des Frecciarossa AV9595 Milano – Salerno am 06.02.2020 nun auch den Netzbetreiber RFI mit ein.

Dabei wird fünf Wartungstechnikern von RFI eine Beteiligung unterstellt. Sie haben in der Nacht vor dem Unfall an der Weiche „05“ gearbeitet, die von den Ermittlern als „geöffnet zu einem toten Gleis“ bezeichnet wurde und die Entgleisung des mit 290 km/h fahrenden Zuges ausgelöst haben soll. Die Staatsanwaltschaft hat nun einen Gutachter eingeschaltet. Die Arbeiter, von denen nur zwei direkt an der Weiche tätig gewesen sein sollen, hätten nach eigenen Aussagen die Weiche in der richtigen Position verriegelt. Die Gutachter sollen auch klären, ob das Sicherheitssensorsystem, das die Position der Weiche an das Überwachungszentrum Bologna übermitteln soll, auch funktioniert hat. Die Freigabe für die Zugfahrt sei „manuell“ erfolgt und nicht abgesichert durch die installierten Systeme, hieß es weiter. (wkz/cm)

Recht
Artikel Redaktion Eurailpress
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