Unfall Großer Belt: Gericht verurteilt Mitarbeiter von DB Cargo

Ein 47-jähriger ehemaliger Mitarbeiter von DB Cargo Scandinavia ist vom Amtsgericht im dänischen Glostrup wegen Urkundenfälschung zu 20 Tagen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden.

Der Mitarbeiter war Vertrauensperson am Güterterminal in Høje Taastrup bei Kopenhagen. Dort hatte er den Namen eines Mitarbeiters und ein Datum von der Ladeliste eines Güterzuges gestrichen. Ein auf diesen Güterzug geladener Sattelauflieger hatte am 02.01.2019 auf der Brücke über den Großen Belt einen Personenzug getroffen. Der Unfall hatte acht Todesopfer gefordert. Der Beschuldigte hat beim Landgericht Berufung gegen das Urteil eingelegt. Die Polizei von Fünen hat inzwischen Untersuchungen zum Unfall aufgenommen, um zu ermitteln, ob jemand strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden kann. Sie wartet derzeit auf den Bericht der Havariekommission. Diese ist in einem vorläufigen Bericht zu dem Ergebnis gekommen, dass der Verriegelungsmechanismus, der den Sattelauflieger auf dem Taschenwagen sichern sollte, unzureichend war. (hz/cm)

 

Recht
Artikel Redaktion Eurailpress
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