Unfall Viareggio: Hohe Haftstrafen wegen mehrfachen Totschlags

Hohe Haftstrafen wegen mehrfachen Totschlags hat das Gericht in Lucca am 31.01.2017 in erster Instanz gegen die Verursacher des Zugunglücks von Viareggio verhängt.

Am 29.06.2009 entgleiste ein mit Flüssiggas beladener Zug in der Stadt Viareggio, im nachfolgenden Brand starben 32 Menschen. Insgesamt 33 Einzelpersonen und neun Unternehmen wurden wegen verschiedener Delikte wie mehrfacher fahrlässiger Tötung, Brandstiftung, Körperverletzung und Verursachung eines Eisenbahnunglücks angeklagt, zehn der 33 Einzelangeklagten wurden freigesprochen. Der ehemalige Geschäftsführer der FS Italiane, Mauro Moretti, wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt. Der damalige Geschäftsführer vom Netzbetreiber RFI, Michele Mario Elia, erhielt sieben Jahre und sechs Monate Haft, der ehemalige Geschäftsführer von Trenitalia, Vincenzo Soprano, sieben Jahre. Weitere Haftstrafen von bis zu neun Jahren und neun Monaten erhielten Techniker und Manager der GATX Rail Deutschland, GATX Rail Austria sowie der deutschen Firma Jugenthal Waggon Hannover, die für die Wartung des entgleisten Kesselwaggons zuständig war. Hinzu kamen Geldstrafen von je 700.000 EUR für RFI und Trenitalia und je 480.000 EUR für GATX Rail Austria, GATX Rail Deutschland und Jugenthal Waggon Hannover. Mehrere Verurteilte kündigten den Gang in die Berufung an. Grund für die Entgleisung war der Bruch eines Radsatzes, anschließend riss eine senkrecht im Boden als Markierung verankerte Schiene Kessselwagen auf. (wkz/cm)

 

Recht
Artikel Redaktion Eurailpress
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