Brenner: Pilotprojekt soll Potenzial der Bahn testen

Am Brenner soll es einen Piloten geben, um den Güterverkehr zu beschleunigen; Foto: C. Müller

Ein europäisches Pilotprojekt soll ab kommendem Herbst zeigen, was der Schienengüterverkehr auf der Strecke zwischen München und Verona leisten könnte, wenn die Bahn nicht durch die zahlreichen, unterschiedlichen nationalen Vorschriften gebremst würde.

Das hat die Tiroler Europaabgeordnete Barbara Thaler (ÖVP) bei einer Veranstaltung des EU-Speditionsverbands Clecat zu den Transitproblemen auf der Brennerroute angekündigt. Während des Versuchs sollen Güterzüge erstmals von München nach Verona durchfahren können – ohne Grenzaufenthalt. Das ist derzeit häufig der Fall, weil etwa Trassen nur bis zur Landesgrenze erteilt werden, dort Loks oder Lokführer gewechselt werden oder die Wagenzusammenstellung wegen unterschiedlicher technischer Vorschriften geändert werden muss. Auch unterschiedliche Sprachanforderungen und Arbeitszeitvorgaben für das Zugpersonal stellen ein Hindernis beim Grenzübertritt dar. Wahrscheinlich Ende 2022 sollen Daten dazu vorliegen. Für das erste Jahr gebe es laut Thaler ein Budget von 600.000 EUR. (fh/cm)

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Artikel Redaktion Eurailpress
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