Eurostat-Daten: Deutschland bei Pro-Kopf-Bahnkilometern 2019 auf Platz sechs in Europa

In der Schweiz fährt jeder Bürger und jede Bürgerin statistisch am meisten Zug; Quelle: SBB/CFF/FFS

Im Vor-Corona-Jahr 2019 hat jeder Einwohner der Schweiz statistisch 2.665 km auf der Schiene in Bahn, Straßenbahn oder U-Bahn zurückgelegt und damit mehr als die Einwohner aller anderen europäischer Länder.

Deutschland lag mit 1.420 Pro-Kopf-km auf Platz sechs in Europa. Das hat der österreichische Mobilitätsverein VCÖ unter Bezug auf Daten von Eurostat errechnet. Europaweit auf Platz zwei und führend bei den EU-Staaten ist Österreich, wo 2019 pro Kopf für 2.330 km der Schienenverkehr genutzt wurde. Darauf folgen auf Platz drei bis fünf Tschechien (2.055 km), Frankreich (1.690 km) und Schweden (1.680 km). Schlusslicht ist Litauen mit 130 km pro Kopf, die auf der Schiene zurückgelegt wurden. Während der Corona-Pandemie dürften die auf der Schiene zurückgelegten Kilometer stark zurückgegangen sein. Entsprechende Daten für das Corona-Jahr 2020 liegen bei Eurostat noch nicht vor, der VCÖ verweist auf eine Erhebung des Europäischen Verbands der Schienenregulierungsbehörden IRG. Demnach haben sich die pro Kopf gefahrenen Kilometer auf der Schiene halbiert. Der Rückgang soll mit -65 % in Irland und Großbritannien am stärksten gewesen sein, in Bulgarien mit -26 % am geringsten. In Deutschland haben die Pro-Kopf-Kilometer demnach um – 42 % abgenommen, in Österreich um – 45 % und in der Schweiz um – 39 %. (jgf)

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Artikel Redaktion Eurailpress
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