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VRR: Qualitäts- und Stationsbericht 2012

Auf Basis der jährlich erscheinenden Qualitäts- und Stationsberichte zieht der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) eine erste Bilanz für das Jahr 2012 zur Qualität im SPNV in seinem Verbundgebiet. Im Vergleich zum Vorjahr zieht VRR-Vorstandssprecher Martin Husmann eine etwas positivere Bilanz.

 

SPNV-Qualitätsbericht 2012
In der Gesamtbetrachtung des SPNV-Qualitätsberichtes zeigt sich im Vergleich zu den Vorjahren ein ähnliches bzw. leicht verbessertes Bild. Während die Qualität auf den im Wettbewerb vergebenen Linien insgesamt besser ist als bei den nicht im Wettbewerb vergebenen Linien, gibt es bei den privaten EVU auch einige negative Aspekte. Insbesondere die nun schon im zweiten Jahr sehr angespannte Personalsituation bei der Eurobahn führt auf den sehr wichtigen Linien RE 3 und RE 13 immer wieder zu Zugausfällen. Ebenso im hohen Maße unbefriedigend sind die beständig zu geringen Kapazitäten der DB Regio insbesondere auf den Linien RE 1 und RE 5, obwohl VRR und Deutsche Bahn im Rahmen der Beilegung ihres langjährigen Rechtsstreits im Jahr 2011 die Neubeschaffung von Doppelstockwagen und die höheren Kapazitäten vereinbart hatten.
Der VRR-Stationsbericht 2012
Der Stationsbericht 2012 stützt sich auf die viermal jährlich stattfindenden Bewertungen der Bahnhöfe und Haltepunkte durch die VRR-Profitester. Bei Verunreinigungen durch Graffiti und der Sauberkeit sind kontinuierliche Verbesserungen über die Jahre festzustellen. Im Gegensatz dazu sind bei der Funktion von Ausstattungen keine Verbesserungen erzielt worden. In dem Stationsbericht hat der VRR zum ersten Mal Beispiele einer Fotodokumentation aufgenommen. Es wird deutlich, dass viele geringfügige Schäden über zum Teil lange Zeiträume nicht beseitigt worden sind. Hier sieht der VRR noch erhebliches Verbesserungspotential. (cm)

 

Artikel Redaktion Eurailpress
Artikel Redaktion Eurailpress