Brenner-Nordzulauf: Landkreis Rosenheim lehnt alle Trassenvorschläge ab

Der Landkreis Rosenheim lehnt alle bisherigen fünf Trassenvorschläge für den Brenner-Nordzulauf „aufgrund der schwerwiegenden raumordnerischen Defizite“ ab.

Durch die bereits vorhandene Infrastruktur bleibe kein Spielraum für eine verträgliche oberirdische Neubautrasse, so die Stellungnahme des Landkreises. Er ist grundsätzlich der Meinung, dass die DB Netz AG zunächst den Bedarf einer solchen Neubaustrecke zweifelsfrei nachweisen müsse. Unabhängig davon fordert der Landkreis von DB Netz „erhebliche Nachbesserungsmaßnahmen bei allen fünf Grobtrassen und Verknüpfungspunkten“. Überall, wo es möglich ist, wird ein unterirdischer Streckenverlauf gefordert. Auch sei die Prüfung „eines bedarfsgerechten Ausbaus der Bestandsstrecke“ zwingend erforderlich. Verärgerung jenseits der Grenze: Tirols Landeshauptmann Günther Platter kritisierte die Rosenheimer Entscheidung scharf und appellierte an die EU, auf die Einhaltung bestehender Verträge zu bestehen, berichtet der ORF. (as)

Infrastruktur & Ausrüstung
Artikel Redaktion Eurailpress
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