BEG veröffentlicht Pünktlichkeitsstatistik für den Regionalverkehr

Regionalzug im Allgäu; Quelle: DB/Thomas Niedermüller
Vorangegangen waren die Statistiken für die S-Bahnen München (Rail Business vom 01.04.2026) und Nürnberg (Rail Business vom 28.04.2026), sodass nun ein komplettes Bild der Werte im Nah- und Regionalverkehr entstanden ist. Im Schnitt waren im Jahr 2025 insgesamt 84,9 % aller Regionalzüge und S-Bahnen in Bayern pünktlich unterwegs (2024: 85,3 %). Hauptursache für Verspätungen war laut BEG-Bericht der „weiterhin schlechte Zustand der Bahninfrastruktur“. So gingen 31,5 % auf Störungen an Leit- und Sicherungstechnik, Weichen, Gleisen und Bahnübergängen zurück, während 14,6 % durch Bauarbeiten (etwa auf Grund von Langsamfahrstellen) entstanden. Im Verantwortungsbereich der Eisenbahnverkehrsunternehmen lagen 15,7 % der Verspätungen. Die Anschlusssicherung verursachte weitere 10 %. Am Pünktlichsten fuhren die Netze Bayerische Zugspitzbahn (98,6 %), Gotteszell-Viechtach (Betreiber: Die Länderbahn; 97,4 %) und Kissinger Stern (Erfurter Bahn; 93,9 %). Schlusslichter waren das Dieselnetz Allgäu Los 2 (DB Regio; 70,0 %) sowie der Expressverkehr Ostbayern: München – Hof (Los 1 RE 2, DB Regio: 68,4 %) und München – Prag (Los 2 RE 25, Die Länderbahn: 56,5 %).
2025 gingen die Zugausfälle von 8,1 % im Vorjahr auf 6,9 % zurück. Für entfallene Verbindungen war laut dem Bericht vor allem „das hohe Bauvolumen der DB InfraGo“ die Ursache, so der Bericht der BEG. Folglich forderte Geschäftsführerin Bärbel Fuchs vom Infrastrukturbetreiber ein verbessertes Baustellenmanagement: „Die Steuerung der Bauarbeiten verläuft auch im bayerischen Netz häufig unkoordiniert und die Baumaßnahmen werden oftmals leider nicht rechtzeitig angekündigt.“ (bm)