Gefahr liegt in der Luft: So schützt swiss air langfristig die Gesundheit im Bahnsektor

Swiss air ist ein Gebläse-Atemschutzsystem, das dem Träger saubere Atemluft in staub- oder rauchbelasteten Arbeitsumgebungen liefert. Quelle: Optrel
Gerade bei Arbeiten im Gleisbett, in Schotterbereichen oder beim Schweißen von Schienen entstehen oft Feinstaub, Rauchpartikel, Abrieb- und Schweißdämpfe. Auch Dieselabgase von Baufahrzeugen schweben häufig in der Luft. Zudem werden beim Bau und zur Instandhaltung von Gleisanlagen häufig Lösungsmittel und Farben verwendet, um die Funktionalität und Langlebigkeit der Infrastruktur zu gewährleisten. Alle genannten Schadstoffemissionen können sehr leicht in die Atemwege und die Lunge gelangen und Husten, Atemnot, Bronchitis sowie bei langfristiger Belastung sogar Lungenfibrose oder Silikose verursachen. Besonders gefährlich wird es beim Arbeiten in Tunneln oder in schlecht belüfteten Bereichen. Daher sollten Arbeiter unbedingt mit komfortablen Halbmasken und effizienten Filtertechnologien geschützt werden. Der Atemschutz swiss air von Optrel versorgt seinen Benutzer dank eines integrierten Gebläsesystems, angenehmer Halbmasken und hocheffizienter Filter konstant mit sauberer, gereinigter Luft. Zudem ermöglichen anwendungsspezifische Varianten bei Halbmasken und Filtern eine große Anpassungsfähigkeit. Die ergonomische Schultertrageeinheit, das enganliegende Design und das geringe Gewicht bieten maximale Bewegungsfreiheit, auch in Zwangslagen und an engen Arbeitsstellen. Mit regelmäßiger Wartung und passenden Filtern ist der innovative Atemschutz eine langlebige Lösung für vielfältige Einsatzbedingungen und unterstützt Unternehmen bei der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und arbeitsschutzrechtlicher Anforderungen.
Im Bahnsektor wechseln Expositionsszenarien häufig innerhalb eines Arbeitstages. Das swiss air-System bietet daher unterschiedliche Filteroptionen, die anwendungsbezogen und ortsunabhängig frische Luft liefern. Konkret wird zwischen einem Vorfilter, drei hochmodernen Hauptfilter-Varianten und einem Geruchsfilter unterschieden. Standardmäßig dient der Partikelfilter (P-Filter) als Hauptfilter, wobei er die meisten Schadstoffe aus der Luft filtert. Dazu gehören Feinstaub, Rauch und Dämpfe. Diese entstehen häufig beim Schweißen, Schleifen, Schneiden oder Bohren verschiedener Materialien. Grundsätzlich ist dieser Filtertyp für den erhöhten Tragekomfort oft leichter als ein Kombinationsfilter. Alternativ können als Hauptfilter folgende Kombinationsfilter verwendet werden: Der ABE1P-Kombinationsfilter bietet einen besonders hohen Schutz gegenüber festen Partikeln und gasförmigen Schadstoffen. Der A2P-Kombinationsfilter ist dagegen auf den Schutz vor organischen Gasen und Dämpfen spezialisiert, insbesondere solchen mit einem Siedepunkt über 65 °C, wie sie häufig in Lösungsmitteln vorkommen. Beide Filtertypen bieten umfassenden Schutz, wenn aufgrund verschiedener Materialnutzungen unterschiedliche Gefahrenquellen auftreten. Alle Filtersysteme sind einfach zu ersetzen und auszutauschen. Grundsätzlich sind eine regelmäßige Überprüfung und ein rechtzeitiger Austausch der verschiedenen Filter für optimalen Schutz unerlässlich. Für Sicherheitsverantwortliche besonders relevant: Das System verfügt über eine benutzerfreundliche Bedieneinheit (control panel) mit visuellen Anzeigen und Warnsignalen, die Filterstatus und Batteriekapazität überwacht. Dadurch wird die Funktionsfähigkeit des Systems transparent und kontrollierbar.
Beim swiss air kann der Anwender zwischen zwei Halbmaskentypen wählen: einer flexibel anliegenden Stoffmaske für einen TH3-Schutz und einer enganliegenden Silikonmaske für einen TM3-Schutz unter bestimmten Voraussetzungen. Grundsätzlich schützen beide Maskentypen den Träger vor über 99 Prozent aller Partikel in der Luft. Zudem sind sie aus robusten Materialien gefertigt, um den harten Bedingungen im Gleisbau standzuhalten. Dadurch haben sie auch bei häufigem Gebrauch eine lange Lebensdauer. Die Halbmaskenversion aus Stoff schützt den Träger vor luftgetragenen Partikeln, Dämpfen und Gasen. Somit eignet sie sich für alle Arbeiten in Umgebungen mit mäßiger bis hoher Schadstoffkonzentration oder für längere Einsatzzeiten. Für den TH3-Schutz ist, im Gegensatz zum TM3-Schutz, weder eine Dichtsitzprüfung (im Selbsttest) noch ein Fit-Test (extern oder mit eigenem Testgerät) erforderlich. Das ermöglicht eine einfache Handhabung und sofortige Einsatzfähigkeit der Maske. Durch die individuell verstellbare Größe passt sich die Stoffmaske besonders gut an unterschiedliche Gesichter an. Bei Bedarf kann für eine vergleichsweise höhere Abdichtung auf eine enganliegende Silikonmaske gewechselt werden. Beide Maskentypen können mit wenig Aufwand gereinigt werden.
Der Überdruck in der Halbmaske aus Hightech-Gewebe unterstützt die Atmung und wirkt Ermüdungserscheinungen entgegen. Gerade bei körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten wie Stopf- oder Schweißarbeiten reduziert das die Belastung und erhöht die Tragebereitschaft. Eine hohe Akzeptanz ist aus präventiver Sicht entscheidend, da nur tatsächlich getragene Schutzausrüstung ihre Wirkung entfalten kann. Zwangspausen, die bei herkömmlichen Staubmasken häufig durch den Atemwiderstand verursacht werden, gehören damit der Vergangenheit an. Auch kann die Frischluftzufuhr das Wärmeempfinden im Gesicht reduzieren, was ein erheblicher Vorteil bei körperlich intensiven Tätigkeiten im Bahnsektor ist. Der swiss air-Atemschutz funktioniert in Kombination mit sowie unabhängig von anderen Kopfbedeckungen, Gehörschutzprodukten oder Schutzbrillen. Als eigenes optionales Zubehör ist eine Schutzhülle (protection cover) erhältlich. Diese schützt das swiss air vor äußeren Umwelteinflüssen, ohne dessen Funktionalität einzuschränken. Somit kann das Atemschutzsystem selbst bei schlechtem oder wechselhaftem Wetter, mechanischen Erschütterungen und Temperaturschwankungen eingesetzt werden.
Neben der Erstinvestition müssen nur die Filter je nach Staubbelastung regelmäßig gewechselt werden. Im Vergleich zu Einwegmasken trägt dies zur Reduzierung von Abfall bei und unterstützt unternehmerische Nachhaltigkeitsziele.
Dieser Text ist der aktuellen Ausgabe von bahn manager entnommen (Heft 2/26), die Ende April 2026 erschienen ist.