DB verabschiedet sich von Intercity 1

Zwei Generationen IC 1 nebeneinander zur Verabschiedung der Zuggattung im Wiesbadener Hauptbahnhof; Foto: C. Albers
Mit einer „Sternfahrt“ zweier IC-Züge von Hamburg und München nach Wiesbaden markierte die Deutsche Bahn (DB) den Abschied vom Intercity 1 nach 55 Jahren. Der erste lokbespannte Personenzug der Gattung fuhr 1971. „Nach Jahrzehnten im Einsatz haben moderne ICE- oder Intercity 2-Züge den Reisezugwagenklassiker inzwischen flächendeckend ersetzt“, schreibt die DB. „Allein in diesem Jahr übernimmt die DB 16 ICE 3neo und neun ICE L“, heißt es weiter. Außerdem seien über 70 Intercity 2-Doppelstockzüge für „den Anschluss auch kleinerer Städte in der Fläche“ verfügbar. Die letzte reguläre IC-1-Verbindung von Köln nach Gera wurde baubedingt im September eingestellt, wie DB mitteilt. Sonst seien die „mittlerweile in die Jahre gekommenen“ lokbespannten Personenzüge zuletzt nur noch auf wenigen Strecken im Einsatz gewesen – „etwa auf den touristischen Verbindungen nach Sylt oder ins Allgäu“, wo sie der ICE L seit Mai beziehungsweise Juli abgelöst habe: „Die Modernisierung der Flotte wirkt sich auch positiv auf die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit aus“.
Ebenfalls am vorgestrigen 10.10.2026 stellte die DB ihre durchgängigen ICE-L-Verbindungen zwischen Berlin, Frankfurt sowie Köln und Westerland/Sylt ein. Seit Einführung der Talgo-Zugverbände kommt es beim Lokomotivwechsel in Itzehoe zu Schwierigkeiten mit Auswirkungen, weshalb die Linie laut DB „besonders störanfällig“ geworden sei (Rail Business vom 25.09.2025). (bm)