Nord-Süd/Stadtbahn-Vergabe an Stadler/Siemens offiziell vorgestellt

v.l.: Andreas Hiller, Vorstand Landesanstalt Schienenfahrzeuge Berlin (LSFB); Christoph Heuing, Geschäftsführer VBB; Heiko Büttner, Geschäftsführer S-Bahn Berlin; Stefan Evers, Bürgermeister und Finanzsenator; Ute Bonde, Verkehrssenatorin; Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident Stadler Rail AG; Michael Peter, CEO Siemens Mobility; Bild: J. G. Fiedler
Im Gebäude der Berliner Senatsverwaltung für Mobilität und Verkehr (SenVMKU) sprachen dafür Vertreterinnen und Vertreter von S-Bahn Berlin GmbH, Berliner Senat, Stadler, Siemens Mobility und Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) zu Pressevertretern. Aufbauend auf den 106 bereits von Stadler/Siemens gebauten Viertel- und Halbzügen (Baureihe 483/484) für das Netz Ring/Südost sollen die Unternehmen dafür zwischen 2032 und 2038 weitere 350 S-Bahn-Halbzüge liefern. Laut Stadler-Rail-Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler sollen sie „möglichst gleich aussehen“ wie die BR 483/484, aber die seit deren Entwicklung erfolgten technischen Neuerungen aufnehmen. Siemens-Mobility-CEO Michael Peter nannte auf Rail-Business-Nachfrage u.a. leichtere Drehgestelle, mehr Digitalisierung und Datenerfassung in den Fahrzeugen zur optimierten Instandhaltung sowie umwelttechnisch etwa andere Kühlmittel in der Klimaanlage. Für die Finanzierung der Fahrzeuge wird die Landesanstalt Schienenfahrzeuge Berlin (LSFB) eingerichtet. Den im Vergabeverfahren enthaltenen Betrieb übernimmt die DB-Tochter S-Bahn Berlin GmbH. Zu den Kosten für die Fahrzeuge dementierte Verkehrssenatorin Ute Bonde den in Medienberichten genannten Umfang von 5,4 Mrd. EUR nicht, zu den Kosten des Gesamtpaketes wollte sie sich nicht äußern. Auch dazu, wie viel die jahrelangen Verzögerungen u.a. durch Einsprüche des unterlegenen Bieters Alstom (Rail Business vom 15.06.2026) gekostet haben, war nichts zu erfahren. (jgf)