ERTMS auf der Erzbahn erst 2033

Erzzug auf der "Malmbanan" genannten Strecke; Foto: R. Holtz
Im Frühjahr 2025 hieß es seitens der Behörde Trafikverket, dass die Arbeiten 2029 abgeschlossen sein sollten. Jetzt nennt Trafikverket auf der Projektseite das Jahr 2033. Mit der Umstellung auf ERMTS ist 2019 begonnen worden. Am 06.03.2025 ist der Abschnitt zwischen Koijuvara südlich von Gällivare und Bergfors nördlich von Kiruna in Betrieb genommen worden. Derzeit werden die Arbeiten für die Abschnitte Bergfors – Riksgränsen und Koijuvara – Boden geplant. Derweil hakt es auf norwegischer Seite beim Ausbau der dortigen Ofotbanen genannten Strecke. Bei Søsterbekk ist ein Ausweichgleis projektiert und im Bebauungsplan abgesegnet, doch in den überarbeiteten Finanzplan der Regierung für das kommende Jahr sind die für die Aufnahme der Arbeiten erforderlichen 160 Mio. NOK (15 Mio. EUR) nicht aufgenommen worden. Dabei geht die norwegische Infrastrukturbehörde Bane Nor davon aus, dass der Verkehr auf der eingleisigen Strecke bis 2040 von derzeit täglich 46 auf 66 Züge zunimmt. Der Hauptanteil davon wird auf den Bergbaukonzern LKAB entfallen, der gerne die Produktion steigern und mehr Erz-Pellets über Narvik ausschiffen möchte. Zudem zeigt der norwegische Wirtschaftsverband NHO Unverständnis und fordert das Parlament Stortinget dazu auf, in die Budgetverhandlungen einzugreifen. NHO weist dabei auch auf die Bedeutung der Bahn für die militärische Bereitschaft und die Bedeutung als Versorgungslinie in die NATO-Länder Schweden und Finnland hin. (hz/cm)