Verzögerungen bei Elektrifizierung durchkreuzen Umleitungskonzept

Wie der Infrastrukturbetreiber DB InfraGo am Freitagnachmittag (14.08.2026) bekannt gegeben hat, muss er die derzeitigen Planungen für Baumaßnahmen zwischen Hannover und Berlin 2027 „anpassen“.

Denn die Elektrifizierung der Lehrter Stammbahn kann „durch Verzögerungen im Bauablauf nicht wie geplant bis Ende 2026 abgeschlossen werden“. Vielmehr werde sie „voraussichtlich bis Dezember 2027 gesperrt bleiben müssen und steht damit für die vorgesehenen Umleitungsverkehre des Personenfernverkehrs nicht zur Verfügung“. Dadurch seien „die bisherigen Annahmen für das Verkehrskonzept während der Bauphasen nicht mehr in vollem Umfang tragfähig“. Die Anpassung des Verkehrskonzepts beginne „zeitnah im Dialog mit Unternehmen, Aufgabenträgern und Ländern“ und stehe in einem größeren Zusammenhang: „Die DB InfraGO überprüft derzeit das Konzept der Korridorsanierungen und das damit verbundene Bauprogramm im gesamten Netz“.
Derzeit stehen auf der Ost-West-Achse Berlin – Hannover drei Großprojekte gleichzeitig an: die Sanierung der festen Fahrbahn auf der Schnellfahrstrecke Oebisfelde-Spandau (Strecke 6107), die Korridorsanierung im Abschnitt Lehrte – Berlin (ebenfalls 6107) sowie die Elektrifizierung von Teilen der parallel verlaufenden Lehrter Stammbahn (Strecke 6399) an. Letztere war als eingleisige Umleitung für 6107 zwischen den zwei geplanten korridorsanierungbedingten Totalsperrungen Oktober – Dezember 2026 und Oktober – Dezember 2027 vorgesehen (Rail Business vom 18.06.2026). (bm)

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