Bilger will Manager-Boni stärker an Erfolg koppeln

DB Zentrale in Berlin; Quelle: DB/Volker Emersleben
Wie Bilger Bild am Sonntag sagte, finde er, „Bahnkunden und Steuerzahler“ hätten einen Anspruch darauf, dass bei der Zahlung von Boni „wirklich der Erfolg gemessen wird“. So werde es sich fortan „konkret auf die Bonuszahlungen von Bahnmanagern auswirken, wenn die Ziele, die der Bund vorgibt, nicht eingehalten werden“. Die zusätzlich zum Grundgehalt vereinbarte Vergütung von DB-Vorständen ist bereits jetzt an die Erreichung von Zielen gekoppelt. Allerdings gilt vielen die Auslegung der Strukturen als zu weitherzig. Insgesamt leistete die DB Bonuszahlungen in Höhe von knapp 3 Mio. EUR im Jahr 2025. Recherchen des ZDF zufolge wurde etwa in einem Dokument vom Februar dieses Jahres („Erfolgsbeteiligung 2025") festgehalten, das schon für 65 % Pünktlichkeit im Fernverkehr erste Bonuszahlungen fällig würde. Ab 67,5 % Pünktlichkeit sei das Ziel als vollständig erfüllt zu betrachten und ab 70 % Pünktlichkeit gäbe es sogar 150 % der vereinbarten Bonuszahlungen.
Bilgers Äußerungen folgen eine Woche auf diejenigen von DB-Vorstandsvorsitzender Evelyn Palla im Gespräch mit der Welt am Sonntag: Sie kritisierte eine ihrer Ansicht nach mangelnde Leistungsbereitschaft unter ihren Führungskräften, die man ändern wolle, und sprach von einer „organisierten Verantwortungslosigkeit“. (bm)