Pro-Kopf-Investitionen des Bundes auf 222 Euro gesteigert

Bei den Pro-Kopf-Investitionen in die Schieneninfrastruktur rangiert Deutschland an sechster Stelle. Quelle: Allianz pro Schiene
Das zeigt die diesjährige Berechnung der jährlich erhobenen Kennzahl, die von SCI Verkehr im Auftrag der Allianz pro Schiene errechnet und heute (15.07.2026) vorgestellt wurde. Mit diesem Wert liegt Deutschland unter den erfassten Vergleichsnationen hinter Luxemburg (622 EUR pro Kopf), der Schweiz (504), Österreich (359), Schweden (295) und Norwegen (292) auf Platz sechs. Umfasst sind in allen Staaten Ausgaben des Bundes (nicht der Regionen) für die Schieneninfrastruktur (inklusive ETCS-Ausstattung von Fahrzeugen). Dass sich die deutschen Investitionen verglichen mit dem Wert vor zehn Jahren versechsfacht haben, zeige, dass Deutschland „bahnpolitisch aufgewacht“ sei, so Allianz-pro-Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege. Jetzt sei es wichtig, die Ausgaben zu verstetigen, u.a. um Preissteigerungen durch ständiges „Stop-and-Go“ bei Planung und Umsetzung zu beenden. Angesichts des Bundeshaushalts 2026 bzw. des Entwurfs 2027 erwartet er für 2026 nochmal steigende deutsche Pro-Kopf-Investitionen, dann 2027 aber wieder einen Rückgang. Für die Planbarkeit sei auch ein durchfinanzierter Infraplan relevant. Dem Sektorbeirat sei für Oktober eine erste Version in der „neuen“ Infraplan-Logik (einen vorherigen „Arbeitsstand“ gab es Ende 2024) angekündigt – allerdings laut Flege noch ohne Haushaltszahlen und Synchronisierung mit dem Zielfahrplan 2035. (jgf)