Prozessanpassungen unter anderem bei LST angekündigt

Deutsche-Bahn-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla hat heute (08.07.2026) in Berlin angekündigt, „dass wir die Art und Weise, wie wir mit der Korridorsanierung umgehen, wie wir planen, wie wir umsetzen, wie wir in Betrieb nehmen, nochmal umfassend auf den Prüfstand stellen wollen“.

Dies sei auch mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder besprochen. DB-Verantwortliche betonten auf spätere Rail-Business-Nachfragen, dass man an dem Grundkonzept Korridorsanierungen festhalte und es nicht um das „Ob“, sondern das „Wie“ gehe. DB-InfraGo-Projekte-Vorstand Gerd-Dietrich Bolte betonte, dass von sieben Hauptgewerken im Grunde nur eines, die Leit- und Sicherungstechnik (LST), regelmäßig Problemfall sei. Ganz klares Ziel bleibe, dass LST und Digitalisierung weiter Teil der Korridorsanierungen sind. „Wir sind jetzt dabei, verschiedene Alternativszenarien, … wie wir diesen Bau-, Montage- und Abnahmeprozess anders organisieren“, zu entwickeln. Da gebe es „verschiedene Handlungsoptionen“, die man aufschreiben, mit Fachleuten diskutieren und mit dem Bundesverkehrsministerium abstimmen werde. Bolte kündigte „sehr konkrete Vorschläge, … wie wir das Problem künftig vermeiden“ für die kommenden „Wochen“ an. Details nannte er auf Nachfrage noch nicht. Die Äußerung erfolgte im Zuge der Verzögerung der Sanierung Nürnberg – Regensburg, die nach Hamburg – Berlin und der nicht sofort mit allen Komponenten nutzbaren Riedbahn die dritte (von bald fünf absolvierten) Korridorsanierungen werden dürfte, die nicht vollständig nach Plan beendet wurde. (jgf)

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