Trafikverket subventioniert Zugfähre Rostock – Trelleborg

Betrieb auf einer Zugfähre von Stena Lina; Foto: Stena

Gestern (15.06.2026) in Trelleborg unterschrieben die schwedische Verkehrsbehörde Trafikverket und die Reederei Stena Line eine Vereinbarung zur Fortsetzung des Zugfährenverkehrs zwischen Schweden und Deutschland.

Seit der Eröffnung der Öresundbrücke nutzen die meisten Güterzüge die Querung", sagte Trafikverkets Generaldirektor Roberto Maiorana, „aber die Zugfähren werden gebraucht. Deswegen springt der Staat über Trafikverket zur Sicherung des Verkehrs ein.“ Insbesondere erfordere die geopolitische Lage eine Aufrechterhaltung der Zugfährenverbindung, so Maiorana weiter: „Sowohl die schwedische Armee als auch Vertreter der Wirtschaft haben vor der Verletzlichkeit im Verkehrssystem gewarnt.“ Die Öresundbrücke ist die einzige feste Schienenverbindung Schwedens nach Süden – und es gelten Gewichts- und Profilbegrenzungen. Die Zugfähren ermöglichten den Transport von schwerem, nicht zuletzt militärischem Gerät „zur Stärkung von Schwedens Verteidigungsvermögen“ und böten eine „strategische Reserve“ im Sinne der Redundanz bei einem längeren Ausfall der Öresundquerung. Seit 1998 betreibt Stena Line die Verbindung Trelleborg – Rostock mit den M/S Skåne und M/S Mecklenburg Vorpommern. Es sind die einzigen Zugfähren Schwedens. (bm)

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