Tarifstreit: DB legt Eilantrag gegen GDL-Streik ein

Die Deutsche Bahn hat heute, 02.09.2021, vor dem Arbeitsgericht Frankfurt am Main einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen die Streiks der Gewerkschaft GDL eingereicht.

Sie sei dazu „in der Pflicht“ gegenüber ihren Kunden, so DB-Personalvorstand Martin Seiler. Und Seiler weiter: „Streiks sind nur dann zulässig, wenn sie sich im Rahmen des geltenden Rechts bewegen. Das ist nach unserer Auffassung bei den Streiks der GDL nicht der Fall.“ Nach Auffassung der DB geht es nach den jüngsten Äußerungen der GDL bei diesem Arbeitskampf „offenkundig mehr um rechtliche und politische Themen als darum, Lösungen für gute Arbeitsbedingungen am Verhandlungstisch zu finden“.
Gestern Abend (01.09.2021) hatte die Deutsche Bahn der GDL ein neues Angebot vorgelegt. Darin schlägt sie eine Laufzeit von 36 Monaten vor – bislang wollte der Konzern 40 Monate. Zudem gab es eine „Zusage“ für eine Corona-Prämie in gleicher Höhe wie im Öffentlichen Dienst: je nach Entgeltgruppe 400 EUR oder 600 EUR. Die GDL lehnte dies ab ab. Es sei weiterhin eine Nullrunde für 2021 vorgesehen, zudem solle der neue Tarifvertrag nicht für neue GDL-Mitglieder gelten. „Die Zielsetzung des Bahnvorstandes ist die Existenzvernichtung der GDL“, sagte deren Chef Claus Weselsky. (cm)

Recht
Artikel Redaktion Eurailpress
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