Waggonbau Niesky: Insolvenzverwalter hat neue Kunden gewonnen

Zum 01.03.2018 hat das zuständige Amtsgericht Dresden das Insolvenzverfahren über das Vermögen der WBN Waggonbau Niesky GmbH eröffnet und Rechtsanwalt Dr. Jürgen Wallner von der Kanzlei WallnerWeiß zum Insolvenzverwalter bestellt.

Wallner war seit dem 02.01.2018 bereits vorläufiger Insolvenzverwalter. Ebenfalls am 01.03.2018 hat der Gläubigerausschuss der WBN beschlossen, in die laufende Betriebsfortführung einzusteigen. „Wir konnten im Eröffnungsverfahren einige Aufträge hinzu gewinnen, die letztlich die Betriebsfortführung ermöglichten“, erläutert Dr. Jürgen Wallner. Einer dieser Neukunden ist die K+S AG mit Sitz in Kassel. Das Bergbauunternehmen hatte gemeinsam mit WBN einen innovativen Schüttgut-Waggon entwickelt, mit dem Düngemittel-Kunden in Europa beliefert werden sollen. K+S investiert in die bis September 2018 zu liefernden 160 Waggons einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag. „Dieser und weitere neue Aufträge sichern die rund 300 Arbeitsplätze der WBN in Niesky für die kommenden Monate“, betont der Insolvenzverwalter. „So können wir uns jetzt weiter dem Verkauf in einem strukturierten Merger-and-Acquisition-Prozess widmen, um potenzielle Investoren für ein Engagement zu begeistern.“ Aktuell liegen WallnerWeiß rund 45 Interessenbekundungen von strategischen und Finanzinvestoren sowohl aus Deutschland als auch aus anderen europäischen Ländern und aus Übersee vor. Bis zum 30.06.2018 will der Insolvenzverwalter den Veräußerungsprozess abgeschlossen haben. (cm)

Recht
Artikel Redaktion Eurailpress
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