Ein Drittel der Deutschen meidet Bahnfahrten

Reisende und einfahrender ICE im Berliner Hauptbahnhof; Quelle: DB/Dominic Dupont

Laut der diesjährigen „Mobilitätsstudie“ des Versicherungsunternehmens HUK Coburg versucht jeder Dritte „Bahnfahrten, wenn irgend möglich, zu vermeiden".

Das antworteten 35% der 4114 Befragten auf die Frage, ob sich ihre „Planungen für Bahnfahrten durch die verbreiteten Pünktlichkeitsprobleme verändert“ hätten. Mehr als jeder Vierte gab an, „wichtige Termine grundsätzlich nicht mehr mit der Bahn" (26%) oder Bahnfahrten „nur mit deutlich größerem Zeit-Puffer als noch vor etwa zwei Jahren" (28%) zu planen. Diese Frage wurde in der seit 2021 jährlich erscheinenden Studie erstmals gestellt. 
Über den Vergleichsraum von sechs Jahren wurde in jeder Studie gleichlautend gefragt: „Welche Fortbewegungsmittel werden Ihrer Meinung nach Ihre Auswahlkriterien in Zukunft (etwa in den nächsten 5 Jahren) in Summe am besten erfüllen?” Die Befragten durften drei Verkehrsmittel angeben. Hier erreicht das Auto einen neuen Spitzenwert von 76 %. In der ersten Studie 2021 waren es 69 %, die sich hier für den Pkw aussprachen; 2022 nur noch 67 %. Seitdem steigt der Anteil allerdings kontinuierlich. Die zweithäufigste Antwort war auch in diesem Jahr: zu Fuß gehen (22 %). Dieses Ergebnis liegt deutlich unter der Pandemie-Höchstmarke von 30% (2021). Bus, Bahn und Straßenbahn wurden mit jeweils 12 %, 13 % und 16 % angegeben. Bei der Bahn entspricht das einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von zwei Prozentpunkten. Auch das Fahrrad ging von 18 % (2025) auf 16 % (2026) zurück – und lag deutlich unter dem Corona-Spitzenwert von 26 % im ersten Jahr der Studie 2021.
Bei ihren Wünschen für den „Verkehr der Zukunft“ sprachen sich rund sieben von zehn Befragten für das Deutschlandticket (71 %), für kostenfreien öffentlichen Personennahverkehr (67 %) und für eine erhöhte Taktung im Bus- und Bahnverkehr (66 %) aus. Diese drei Antworten fielen am häufigsten. Weit weniger beliebt waren Parkverbote (34 %; am vierthäufigsten), autonome Sammeltaxis (32 %) und die Schließung der Innenstädte für den Autoverkehr (29 %).  (bm)

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