HHLA gibt Halbjahreszahlen bekannt – Rückgang für die Schiene

Container im CTA Hamburg; Bild: HHLA / Thies Rätzke
Der Containerumschlag ging um 6,7 % auf 2,96 Mio. TEU, der Containertransport um 1,2 % auf 985 000 TEU zurück. Dabei sank die per Schiene weiterbeförderte Containermenge im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 % auf 855.000 TEU. Dieser leichte Rückgang war laut HLLA „vor allem auf rückläufige Verkehre mit den adriatischen Seehäfen sowie auf geringere Transportmengen im deutschsprachigen Raum zurückzuführen“. Die Straßentransporte verzeichneten ebenfalls einen Rückgang – um 2,4 % auf 130.000 TEU. Der Bahnanteil an der Transportmenge lag mit 86,8 % nahezu auf Vorjahresniveau (86,6 %). Die Umsatzerlöse im Intermodal-Geschäft entwickelten sich mit 425,5 Mio. EUR um 6,3 % gegenläufig zur Transportmenge. „Gründe hierfür waren insbesondere erforderliche Preisanpassungen sowie ein veränderter Umsatzmix“, schreibt HHLA. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) im Segment lag mit 11,2 Mio. EUR unter dem Wert aus dem ersten Halbjahr 2025 (12 Mio. EUR). Konzernweit stiegen die Umsatzerlöse um 3,0 % auf 910,9 Mio. EUR, während das operative Betriebsergebnis von 79,4 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum auf 51,3 Mio. EUR zurückging. Nach Steuern war das Ergebnis leicht negativ: -4,2 Mio. EUR (1. Jahreshälfte 2025: 19,1 Mio. EUR).
HHLA sprach bei der Vorstellung der Zahlen von „anspruchsvollen geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen“ sowie „operativen Belastungen“. Zu letzteren gehörten „der starke Wintereinbruch zu Jahresbeginn, die umfangreichen Umbaumaßnahmen zur Automatisierung der Hamburger Containerterminals sowie Infrastrukturarbeiten im Schienennetz“. Letztere hatte HHLA bereits im Juli bei der Senkung ihrer Gewinnprognosen für das laufende Jahr als belastenden Faktor ausgemacht (Rail Business vom 21.07.2026). (bm)