Internationaler Fernverkehrsanbieter wächst

Ein Eurostar-PBKA-TGV (ehem. Thalys; l.) neben einem e320 (r.) im Bahnhof Brüssel-Süd (Midi); Foto: Eurostar
Das EbitDA lag dabei bei 337 Mio. EUR. Zur Verschuldung gab Eurostar an, im April 2026 eine planmäßige Zahlung von 130 Mio. EUR geleistet zu haben: Über ganz 2025 verharrten die im Laufe des Vorjahres 2024 restrukturierten Schulden noch bei 650 Mio. EUR. Die Eurostar Group gehört SNCF Voyages Développement (55,75 %), einer Tochtergesellschaft von SNCF Voyageurs, CDPQ (19,31 %), SNCB (18,50 %) sowie Federated Hermes Infrastructure Funds (6,44 %). Sie veröffentlicht keine Jahresberichte. Zu folgenden Verbindungen gab Eurostar gesonderte Wachstumszahlen bekannt:
- London – Amsterdam: +18,3 %
- London – Deutschland (mit Umstieg in Brüssel): +10 %
- London – Brüssel: +5,8 %
- London – Paris: +5 %.
Das starke Wachstum zwischen den britischen und niederländischen Hauptstädten führt das Unternehmen insbesondere auf die Wiederaufnahme von direkten Verbindungen sowie die Eröffnung eines neuen Terminals in Amsterdam-Centraal für die Einreise ins Vereinigte Königreich eine verpflichtende Passkontrolle ein (Rail Business vom 12.02.2025). Eurostar betreibt ebenfalls die Relationen Amsterdam – Brüssel – Paris sowie Köln – Brüssel – Paris.
Eurostar verfügt über eine Flotte von derzeit 51 Hochgeschwindigkeitszügen und hat für 2 Mrd. EUR bis zu 50 weitere Einheiten bestellt. Diese „Celestia“-Doppelstockzüge der Alstom-Plattform Avelia Horizon (u. a. TGV-M) werden vorwiegend die alternde „kontinentalen“ TGV Typ PBKA (Paris-Brüssel-Köln-Amsterdam) ersetzen und diese Flotte erweitern. Hierzu leistete das Unternehmen 2025 eine erste Zahlung in Höhe von 90 Mio. EUR an Alstom. Im Großbritannienverkehr durch den Eurotunnel sind TGV (e300) sowie Siemens-Züge (e320) im Einsatz. (bm)