Was wurde aus den Hühnern in der S6 Richtung Köln?

Der Fund der Hühner in der S6 machte seinerzeit bundesweit Schlagzeilen. Quelle: Budespolizeidirektion Köln

Unser Lesestück zum Wochenende: Es war ein Vorfall, der bundesweit große Aufmerksamkeit erregte, vergangenes Jahr wurden drei Hühner auf Stroh und Erde in der ersten Klasse einer Bahn Richtung Köln entdeckt. Was steckt dahinter? bahn manager hat nachgehorcht.

Am 14. Oktober 2025 machte ein Triebfahrzeugführer in den frühen Morgenstunden in einem Zug der Linie S6 Richtung Köln eine ungewöhnliche Entdeckung. Unbekannte hatten in einem Abteil der 1. Klasse Stroh ausgelegt und drei Hühner ausgesetzt. Ein Streich? Eine verlorene Wette? Was bewegte die Urheber der Aktion?

 Rund vier Monate nach der Tat liegen der Bundespolizeidirektion Köln Videoaufzeichnungen vom Tathergang vor. Sie zeigen zwei vermummte Personen, wie sie Stroh und Erde im Abteil verteilen und die Tiere aussetzen. Demnach waren die Hühner bereits im Raum Düsseldorf in dem Zug unterwegs. Identifizieren konnte die Behörde die beiden Täter bisher allerdings nicht. Das Motiv ist somit weiterhin völlig unklar. Die Ermittlungen laufen weiter.

Wenig amüsant verlief die Aktion übrigens für die Hühner. Sie wurden zwar umgehend an das Tierheim Konrad Adenauer in Köln übergeben und von Tierärzten untersucht. Zwei der Hühner seien allerdings nicht mehr zu retten gewesen, teilt das Tierheim auf Anfrage mit. Der Befund habe ergeben, dass alle drei Hühner bereits sehr krank waren, bevor sie in der S-Bahn ausgesetzt wurden.

 Ein Grund mehr für die Tierschutzorganisation PETA, eine Belohnung von 500 Euro auszusetzen für Tipps, die zu den Tätern führen. Der Schritt sei auch gegangen worden, um die Gesellschaft für das Thema Tierquälerei zu sensibilisieren, sagt Lisa Redegeld von PETA. (Jamie-Lee Baas)

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